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Was ist eine Schleifmaus?

Die Schleifmaus ist ein Handschleifer in Tropfenform: Auf der Unterseite wird ein Blatt Schleifpapier eingespannt, oben liegt ein Griff, der in die Handfläche passt. Sie ersetzt das lose Papier, das Kindern beim Schleifen ständig verrutscht – man legt die Hand auf und schiebt. Die Spitze kommt in Ecken, an die ein rechteckiger Klotz nicht heranreicht.

Ist das Papier abgenutzt, wird es getauscht; das Werkzeug selbst hält. Genau das unterscheidet den Handschleifer vom Schleifschwamm, der als Ganzes verbraucht wird.

Alle Werkzeuge dieser Kategorie sind echte Kinderwerkzeuge in kleiner Ausführung – Kinder und kleine Handwerker können damit Holz wirklich bearbeiten. Eine elektrische Schleifmaschine braucht es dafür nicht: Von Hand geschliffen wird die Oberfläche feines Stück für Stück glatt, und das Kind spürt dabei, wie weit es schon ist.

Welches Schleifwerkzeug für welche Form?

WerkzeugWofür
SchleifmausFlächen und Ecken, das Allround-Werkzeug für Kinderhände
Schleifklotz (Mini)Gerade Kanten und kleine Flächen – der Klotz hält die Fläche wirklich plan
SchleifschwammRundungen und Profile: Der Schwamm passt sich der Form an
Schleif-SetMehrere Körnungen und Formen zusammen – für Werkstücke mit Flächen und Rundungen

Rundungen schleifen gelingt nicht mit dem Klotz: Er bricht die Wölbung flach. Dafür ist der Schwamm da – oder Papier, das um einen runden Gegenstand gelegt wird.

Die richtige Körnung

  • Grob (etwa 60–80): Nach dem Sägen, wenn noch Riefen sichtbar sind. Trägt viel ab, hinterlässt aber eigene Kratzer.
  • Mittel (etwa 120–150): Der Arbeitsgang, der die groben Spuren beseitigt. Für die meisten Kinderwerkstücke reicht das aus.
  • Fein (ab etwa 180): Vor dem Bemalen oder Ölen, damit die Oberfläche glatt bleibt.

Nie eine Körnung überspringen. Wer von grob direkt auf fein wechselt, poliert nur die Kratzer glänzend – sie bleiben sichtbar, sobald Farbe darauf kommt.

Drei Handgriffe

  • Immer in Faserrichtung schleifen. Quer zur Faser bleiben Kratzer stehen, die man erst nach dem Lackieren sieht.
  • Wenig Druck. Das Papier arbeitet, nicht der Arm. Zu viel Druck setzt die Körnung zu.
  • Zwischendurch abklopfen. Zugesetztes Papier schleift nicht mehr, es reibt nur.

Was davor und danach kommt

  • Feilen und Raspeln – der Arbeitsschritt vor dem Schleifen
  • Malen – die geschliffene Fläche nimmt Farbe gleichmäßig an
  • Sägen – wo die Riefen herkommen, die geschliffen werden