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Laubsägen für Kinder – Ausrüstung, Alter und erste Projekte

Laubsägearbeiten sind für viele Kinder die erste Begegnung mit echtem Werkzeug: Die Feinsäge schneidet langsam, verzeiht Fehler und macht trotzdem ein sichtbares Ergebnis. Laubsägen mit Kindern ist einfach zu erlernen – hier stehen die Grundausstattung, das Material und die Angaben, nach denen am häufigsten gefragt wird.

Ab welchem Alter?

Der Hersteller Corvus weist die Laubsägeausstattung ab 6 Jahren aus. Die Werkzeuge tragen zusätzlich den Hinweis, dass die Benutzung durch Kinder unter 14 Jahren nur unter unmittelbarer Aufsicht Erwachsener erfolgen darf.

AlterWas realistisch gehtWas dazugehört
ab 6 Jahrengerade und leicht gebogene Schnitte in dünnem Sperrholz, einfache Motive nach VorlagenLaubsägebogen, Sägeblatt, Brettchen, Zwinge
ab etwa 8 JahrenInnenschnitte, mehrteilige Figuren, eigene Ideen statt Vorlagenzusätzlich Laubsägetisch und Sägeblatt-Sortiment
unter 14 Jahrenimmer unter unmittelbarer Aufsichtkein Spielzeug, sondern funktionstüchtiges Werkzeug

Die Grundausstattung

Für den Anfang braucht es wenig. Diese fünf Teile reichen für das erste Projekt, alles Weitere ist Zubehör:

  • Laubsägebogen – 34 cm, echtes Werkzeug in Kindergröße und das Herzstück der Ausstattung
  • Laubsägeblätter – dünn und feingezahnt; ein Sägeblatt bricht im Gebrauch, deshalb gehört ein Nachfüllpack von Anfang an dazu
  • Laubsäge-Brettchen aus Sperrholz – das Material für die ersten Sägearbeiten
  • Laubsägenzwinge oder Schraubklammer – hält das Werkstück fest; ohne feste Unterlage wird jeder Schnitt ungenau
  • Laubsägetisch – die Arbeitsunterlage mit Aussparung, die sauberes Sägen erst möglich macht

Wer alles auf einmal kaufen möchte, findet ein zusammengestelltes Set in der Liste unten; einzeln zusammengekauft lässt sich die Ausstattung besser auf das Kind abstimmen. Für Mädchen wie für Jungen ist es dasselbe Werkzeug – eine eigene Größe gibt es nicht.

Sägeblatt und Material

  • Sägeblätter gibt es als Nachfüllpack und als Sortiment mit verschiedenen Zahnungen – feine Blätter für enge Kurven, gröbere für geraden Schnitt in dickerem Holz.
  • Sperrholz ist das klassische Holz für Laubsägearbeiten: dünn, gleichmäßig geschichtet und leicht zu bearbeiten. Birkensperrholz in A4 gibt es als Zehnerpack für größere Projekte.
  • Schleifpapier gehört zu jedem fertigen Werkstück – erst das Schleifen der Kanten macht aus dem gesägten Teil ein ordentliches Ergebnis.

Sicher arbeiten – die wichtigsten Tipps

  • Ein Erwachsener bleibt dabei, solange das Kind unter 14 Jahre alt ist.
  • Das Werkstück wird eingespannt, nicht mit der Hand gehalten.
  • Die Säge wird ruhig und senkrecht geführt; Druck bringt nichts, das Blatt schneidet von allein.
  • Das Sägeblatt gehört gespannt eingesetzt – ein lockeres Blatt verläuft und bricht.
  • Handschuhe sind beim Laubsägen unnötig, sie nehmen das Gefühl für das Werkzeug. Eine Schutzbrille schadet nicht, wenn viel Staub anfällt.
  • Werkzeug nach der Arbeit ordentlich aufbewahren – eine Werkkiste hält die Blätter gerade und die Säge griffbereit. Wer sie selbst bauen möchte, findet einen passenden Bausatz bei den Bausätzen.

Erste Projekte und Motive

Am Anfang stehen einfache, symmetrische Formen. Sie verzeihen kleine Abweichungen und sind schnell fertig – das ist für einen Anfänger wichtiger als ein anspruchsvolles Ergebnis, und eine gute Idee muss nicht kompliziert sein.

  • Zum Einstieg: Stern, Baum, Herz, ein einfaches Tier – ein erstes Motiv zum Aussägen sollte gerade Linien und weite Kurven haben
  • Aus der Natur: Schmetterling, Vogel, Fisch, Blätter und Blumen – Motive, die Kinder draußen selbst finden und als Vorlagen aufs Holz übertragen
  • Für Fortgeschrittene: Figuren aus mehreren Teilen, Innenschnitte, Namensschilder und kleinere Konstruktionen zum Basteln

Vorlagen lassen sich aufmalen oder mit Pauspapier übertragen. Wer das Motiv vorher aufs Holz malen lässt, verbindet zwei Arbeitsschritte, die Kinder beide mögen. Ein kleiner Hinweis aus der Praxis: Je kleiner das erste Werkstück, desto eher wird es fertig.

Was Laubsägearbeiten dem Kind bringen

Beim Sägen arbeiten beide Hände unterschiedlich: eine führt, die andere hält. Das schult die Feinmotorik und die Auge-Hand-Koordination. Dazu kommt, dass ein Werkstück Zeit braucht – Kinder lernen, an einer Sache zu bleiben, bis sie fertig ist. Und am Ende steht etwas Selbstgemachtes, das kleine Handwerker in die Hand nehmen und verschenken können; das trägt mehr zum Selbstvertrauen bei als jedes Lob und alle guten Aussagen darüber, was ein Kind alles kann.

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